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Gelbhaubenkakadu
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Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Kakadus (Cacatuidae)
Gattung: Eigentliche Kakadus (Cacatua)

Der Gelbhaubenkakadu (Cacatua galerita) ist ein australischer Papagei aus der Familie der Kakadus, der auch in Europa und Nordamerika gern als Haustier gehalten wird. Die Körpergröße beträgt 48–50 cm. Er ist in Australien (siehe auch Australien (Kontinent)) weit verbreitet, speziell entlang der Nord- und Ostküste bis Tasmanien trifft man die Vögel in Schwärmen an. Auch auf Neuguinea und den benachbarten Inseln ist diese Art anzutreffen. In Neuseeland wurde diese Art inzwischen eingebürgert.

Nahrung

Große Teile der Nahrung werden am Boden (zu Fuß) gesucht. Sie besteht vorwiegend aus Beeren, Nüssen, Samen und Früchten. Kräuter, Raupen, Heuschreckeneier, holzbewohnende Insekten und Larven werden aber auch nicht verschmäht. In Fruchtplantagen können die Tiere in großer Zahl einfallen und erhebliche Schäden verursachen.

Lebensweise

Während der Brutzeit lebt er paarweise oder in kleinen Gruppen von 20–30 Tieren. Außerhalb der Brutzeit können sich Gruppen von einigen hundert Tieren bilden. Als Lebensraum werden lichte Wälder und Parks genutzt, bevorzugt in Wassernähe. Kakadus sind allgemein gesellig und verursachen einen nicht unerheblichen 'Lärm', wenn sie abends ihre Schlafbäume aufsuchen oder morgens erwachen.

Haltung

Generell sollte man sich die Anschaffung von Gelbhaubenkakadus sehr gut überlegen, denn eine natürliche und artgerechte Haltung ist in der Regel nur selten möglich. Einzelhaltung ist nicht artgerecht und in Deutschland und Österreich verboten. Gelbhaubenkakadus sind sehr anpassungsfähig und fühlen sich auch außerhalb ihrer natürlichen Umgebung wohl, wenn sie genügend – besser durchgehend – Gesellschaft, Zuwendung und Freiflug haben. Sie binden sich dann häufig so eng an den Menschen, dass sie die Fähigkeit des sozialen Kontaktes zu ihren Artgenossen verlieren (Fehlprägung). Selbst ein optimal nachgebildeter Lebensraum vermag nicht ansatzweise ein fehlendes oder mangelhaftes Sozialleben zu kompensieren. Ein vereinsamter Kakadu wird auch in der größten und schönsten Voliere schwere psychische Störungen zeigen oder sogar eingehen!

Plant man, mehr als einen Vogel zu halten, benötigt man auf jeden Fall eine große Freiflugvoliere mit einem beheizten Raum. Handelsübliche Käfige mit einem Volumen von ca. 0,5 m³ sind für alle größeren Kakaduarten vollkommen ungeeignet; sie werden dem natürlichen Bewegungsdrang der Tiere nicht gerecht. Gelbhaubenkakadus benötigen auf jeden Fall ausreichend Raum zum Klettern und Freiflug, entweder in der Wohnung (Fensterscheiben mit Vogelaufklebern versehen) oder in einer Freiflugvoliere. Ein einfühlsam gehaltener Vogel sieht den Käfig nicht als Gefängnis, sondern als Refugium, was man unter anderem daran erkennt, dass er sich abends zum Schlafen gerne dorthin zurückzieht oder, nachdem er zum Fressen hineingeklettert ist, einfach mal drin hocken bleibt. Man tut gut daran, nicht immer sofort die Käfigtür zu schließen, wenn der Vogel in den Käfig klettert.

Gelbhaubenkakadus sind sehr lernfähig, neugierig, liebevoll und haben ein überaus hoch entwickeltes Sozial- und Gefühlsleben. Wer schlechte Nerven oder teure Möbel hat, sollte bedenken, dass Kakadus sehr laute Gesellen sein können, die auch gerne mal was anknabbern (Türen, Schränke, Bücher).

Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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